Das zischt: Brausepulver selbst gemacht 
 
Das zischt: Brausepulver selbst gemacht

Ob mit etwas Spucke aufgeschäumt oder direkt aus der Tüte in den Mund - Kinder lieben die kleinen Brausepulvertütchen in jeder denkbar klebrigen Variante. Aber um Brausepulver zu schlecken, braucht man sein Taschengeld nicht extra zum Kiosk zu tragen. Wie sich Brausepulver mit einigen Backzutaten selbst herstellen lässt, zeigt dieser kleine Versuch. In kleine Tütchen abfüllen kann man das Pulver anschließend auch.

Zutaten und Vorbereitung:

 - Backpulver (aus Natriumhydrogencarbonat!)
 - Zitronensäure (erhältlich als Backhilfsmittel)
 - Puderzucker
 - Wasser
 - ein Glas
 - ein Schälchen
 - ein Esslöffel

wahlweise:
 - Aromastoffe nach Geschmack (z.B. Himbeer- oder Waldmeister-Aroma) und nach Packungsangaben hinzufügen.

So wird’s gemacht:

Sieben Esslöffel Puderzucker, zwei Esslöffel Zitronensäure und einen Esslöffel Backpulver in ein Schälchen geben und mit dem Löffel gründlich vermischen.
Für einen ersten Test ein bisschen Pulver mit der Zungenspitze aufnehmen. Dann einen Esslöffel der Brausepulvermischung in ein Glas mit Wasser (ohne Kohlensäure) geben.

Was passiert:

Schon auf der Zungenspitze entsteht das charakteristische Prickeln. Gibt man das Brausepulver ins Wasserglas, beginnt es sofort kräftig zu sprudeln. Es entsteht eine trinkbare Brauselimonade, aus der noch nach langer Zeit kleine Kohledioxidbläschen aufsteigen. Ohne die Zugabe von Aromastoffen schmeckt die Limo allerdings noch fade, dafür ist sie aber selbst gemacht.

Erklärung:

Kommt das Brausepulvergemisch mit Feuchtigkeit (Speichel, Wasser) in Verbindung, setzt sofort eine chemische Reaktion ein: Die im Wasser gelöste Zitronensäure reagiert mit dem ebenfalls im Wasser gelösten Natriumhydrogencarbonat aus dem Backpulver. Daraus entsteht Kohlenstoffdioxid, das für das Prickeln auf der Zunge und das Sprudeln im Wasserglas verantwortlich ist.

Weil Natriumhydrogencarbonat auch ansonsten gut mit Säuren reagiert, hilft es übrigens auch bei Sodbrennen, indem es im Magen überschüssige Säure neutralisiert.

(aus: "Leichte Experimente für Eltern und Kinder", Gisela Lück)

 
 
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