Schon die alten Römer wussten: Sahne kann man auch ohne Eismaschinen zum Gefrieren bringen. 
 
Eiszubereitung wie zu Caesars Zeiten

Salz hat erstaunliche Eigenschaften: Im Winter hilft es, Schnee und Eis auf der Straße zu tauen. Im Sommer hilft es, tiefe Temperaturen zu erzeugen – ein Trick, den schon die alten Römer beherrschten, um auch im Sommer nicht auf Eiszubereitungen zu verzichten. Wie sich Sahneeis auch ohne moderne Eis- und Kältemaschinen herstellen lässt, kann in einem einfachen Versuch wirkungsvoll nachgestellt werden. Dafür braucht man lediglich ein paar Eiswürfel, Kochsalz sowie einen Becher Sahne.

Vorbereitung:

– Eiswürfel aus dem Gefrierfach
– Kochsalz
– ein Becher Sahne
– ein größeres Gefäß (z.B. Kochtopf oder Glasschale)
– ein Glas
– Geschirrhandtuch, Hammer
– einen Löffel

So wird’s gemacht:

Eisstücke in ein Geschirrhandtuch wickeln und möglichst fein mit einem Hammer zerkleinern. Im Winter geht auch Schnee. Das zerkleinerte Eis auf einer Schicht von zwei bis drei Zentimetern in das Gefäß füllen. Darüber eine etwa ein Zentimeter dicke Schicht Kochsalz streuen, dann wieder eine Schicht Eis. Zwischendurch immer wieder mit dem Löffel umrühren. Ein Glas mit Sahne füllen und in die Eislösung stellen.

Anmerkung:

Die beste Mischung ist 33 Gramm Kochsalz und 100 Gramm Eis.

Was passiert:

Die Eismischung wird sehr hart und erreicht Temperaturen von minus 21 Grad Celsius. Die Sahne wird merklich fest und gefriert.

Gegenbeweis:

Im Gefrierfach wird die Sahne nicht fest, da sie Temperaturen von mindestens minus 20 Grad braucht, um zu gefrieren.

Erklärung:

Wenn Salz und Eis zusammen kommen, will sich das Salz lösen. Dazu muss das Eis erst einmal schmelzen, wofür es Wärme benötigt. Diese Wärmeenergie wird aus der Umgebung genommen, die deshalb weiter abkühlt. Übrigens war es schon zu Kühlschrank- und Tiefkühltruhen-freien Zeiten in jedem Haushalt üblich, Kälte durch den Mix aus Eis und Kochsalz „zu erzeugen“. Zu Caesars Zeiten wurde das Eis im Winter in so genannten Eiskellern eingelagert, wo es die warmen Monate überdauerte, oder im Sommer aus Gletschergebieten herangeholt.

(aus: Professor Blumes Bildungsserver für Chemie, Uni-Bielefeld)

 
 
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