Im Leitungswasser sind zahlreiche Mineralien gelöst, die so genannte Wasserhärte. Sie sind der Grund dafür, dass Wäsche nach dem Waschen hart wird – jedenfalls, sofern sie nicht im elektrischen Trockner weich gewalkt wird. Warum Weichspüler diesen Härtungsprozess abmildern, lässt sich in einem einfachen Versuch wirkungsvoll nachstellen. Dafür braucht man noch nicht einmal Weichspüler: etwas Haushaltsessig tut’s auch.
Vorbereitung:
– ein kleiner Rest Leinenstoff
– eine Schüssel
– stark kalkhaltiges Sprudelwasser
– Haushaltessig
So wird’s gemacht:
Kalkhaltiges Sprudelwasser in eine Schüssel füllen (Leitungswasser tut’s notfalls auch; das Sprudelwasser verdeutlicht jedoch den Effekt). Das Leinenstück in die Schüssel legen und kurz warten. Stoff wieder herausnehmen und ohne abzuspülen an der Luft trocknen lassen. Das Sprudelwasser aus der Schüssel nicht wegschütten, sondern einen Schuss Essig dazugeben.
Die Stoffprobe in zwei Hälften teilen. Die erste Stoffhälfte bleibt unverändert ohne weitere Behandlung. Die zweite Hälfte zurück in die Schüssel mit dem Schuss Essig legen. Kurz warten. Die Probe abspülen und trocknen lassen. Beide Proben ver- gleichen.
Was passiert:
Die nur mit Sprudelwasser behandelte Probe ist im Fühlvergleich deutlich härter als die mit Essig „nachgespülte“ Stoffprobe.
Erklärung:
Die im Wasser gelösten Mineralien wie Kalk oder Salze kristallisieren beim Trocknen der Wäsche aus und machen die Stoffprobe hart. Je höher die Wasserhärte ist, desto härter wird auch die Stoffprobe. Der Essig löst diese Härte heraus, indem er den Kalk zersetzt.